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Kommunalwahl

„Freie Wächter“ formieren sich für die Stadtverordneten-versammlung

Die lokalpolitische Bewegung „Freie Wächter“ formierte kürzlich in ihrer konstituierenden Sitzung die Fraktion für das Stadtparlament. Die Politikneulinge wollen viel frischen Wind in den politischen Gremien in Wächtersbach verbreiten.

Gut eine Woche vor der ersten Sitzung der neu gewählten Stadtverordnetenversammlung hat sich die Fraktion der „Freien Wächter“ konstituiert. Die mit zehn Verordneten zweitgrößte Gruppierung des Stadtparlaments wählte Frank Hilliger zum Fraktionsvorsitzenden. Seine Stellvertreter sind Ulrike Talmon und Günter Höhn. Das Amt der Schriftführerin übernahm Anja Piston-Euler und Lars Grillwitzer. Als Kassenwartin fungieren Monika Heil und Brigitte Brinkmann.

Der neu gewählte Fraktionsvorsitzende Hilliger zeigte sich motiviert: „Ein Viertel aller abgegebenen Stimmen entfielen auf die Freien Wächter. Wir sind angetreten, um frischen Wind in die Stadtpolitik zu bringen. Das gilt es nun umzusetzen!“. Für die erste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 28. April um 19:30 Uhr in der Heinrich-Heldmann-Halle in Wächtersbach seien bereits umfangreiche Vorbereitungen erfolgt. Dazu Hilliger: „Wir haben Gespräche mit allen Parteien geführt. Die Stimmung war durchweg positiv. Ich glaube, wir können inhaltlich wirklich etwas voranbringen.“

Zunächst gelte es in der ersten Sitzung jedoch zahlreiche Ämter und Ausschüsse zu besetzen, um die Stadtpolitik für die kommenden fünf Jahre aufzustellen. Auch hier wollen die Wächter Verantwortung übernehmen: Für die Position des Stadtverordnetenvorstehers, der als „Stadtpräsident“ das formell höchste Amt in Wächtersbach innehat, schicken sie Jan Volkmann ins Rennen. Der 31-jährige Aufenauer wurde zum ersten Mal in die Stadtverordnetenversammlung gewählt und ist Vorsitzender beim SV Melitia Aufenau. Er sagt: „Als Stadtverordnetenvorsteher ist es der Hauptauftrag, die Sitzungen der Stadtversammlung kollegial und formell richtig zu leiten. Als Freie Wächter sind wir mit dem Ziel angetreten, den Umgang der Parteien untereinander zu verbessern. Insofern ist es nur konsequent, dass wir auch für dieses Amt kandidieren.“ Er hoffe auf die Unterstützung der anderen Parteien und sehe sich selbst als ein Kandidat des politischen Ausgleichs.

In den Ortsbeiräten erzielten die Wächter ebenfalls gute Ergebnisse. In Neudorf und der Wächtersbacher Innenstadt treten mit Simone Bienossek und Dr. Eberhard Wetzel zwei Wächter für das Amt des Ortsvorstehers an und hoffen insbesondere auf die Unterstützung der CDU, die in beiden Stadtteilen die Mehrheit entscheiden kann. Dr. Eberhard Wetzel erklärt abschließend: „Wir sind angetreten, um mitzugestalten und Dinge besser zu machen. Der Wähler schenkte uns großes Vorschuss-Vertrauen, welches wir gemeinsam mit allen Parteien nun zurückzahlen wollen.“

Autor: Jan Volkmann

Grafik: Lars Grillwitzer