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Freie Wächter beantragen Einrichtung eines Jugendgeländes

Die lokalpolitische Bewegung „Freie Wächter“ macht Druck bei der beabsichtigten Einrichtung eines Jugendgeländes in Wächtersbach.

Sie reichen zur nächsten Stadtverordnetenversammlung am 9. September einen konkreten Antrag ein.

„Das Jugendgelände soll zwischen der Turnhalle und dem Sportplatz in Wächtersbach entstehen.“, erklärt Anja Piston-Euler. Die Stadtverordnete sitzt für die Freien Wächter im Jugendausschuss der Stadt Wächtersbach. Sie erläutert: „Bemerkenswert ist, dass sowohl das Wächtersbacher Rathaus als auch die ´Arbeitsgruppe Familie´ der Freien Wächter dieses Gelände unabhängig voneinander als geeignet befunden haben.“ Die Vorteile lägen auf der Hand: „Der Platz liegt sehr zentral und zusätzlich in der Nähe der Schule, sodass die Jugendlichen es alle kennen und Dank der Busverbindung auch aus den Stadtteilen gut erreichen können. Es gibt kaum Anwohner und diese werden zusätzlich durch die Turnhalle von etwaigem Lärm abgeschirmt.“, so Piston-Euler weiter. Außerdem habe sich das Gelände bereits in der Vergangenheit bewährt, als noch eine Fun-Box dort aufgestellt war.

Zum bereits erfolgten Ortstermin des Bürgermeisters mit dem Landrat sowie ersten Kreisbeigeordneten hat Piston-Euler eine klare Haltung: „Es ist gut, dass der Kreis miteinbezogen wird, da diesem das Gelände gehört. Allerdings erwarte ich mir von so einem Treffen mehr, als bloße Lippenbekenntnisse zur weitergehenden Prüfung der Finanzierbarkeit.“ Deswegen stellten die Freien Wächter nun einen konkreten Antrag, der sich in drei Teile gliedert: Zum einen soll das Gelände, auf dem aktuell bereits ein kleines Soccer-Feld steht, umgehend geöffnet werden. Dazu Piston-Euler: „Vermutlich wurde das Tor aufgrund von Corona dauerhaft geschlossen. Es sollte nun umgehend wiedereröffnet werden, um den Jugendlichen einen Aufenthaltsraum zu geben.“

Zweitens enthält der Antrag der Freien Wächter einen Vorschlag zur konkreten Ausgestaltung des Geländes. Dazu erklärt Ulrike Talmon, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wächter und ebenfalls Mitglied im Jugendausschuss ist: „Wir schlagen vor, das Soccer-Field auf der geteerten Fläche durch einen Kunstrasen zu ergänzen, einen kleinen Pump-Track zu installieren, auf der Rasenfläche Kleinfeld-Tore aufzustellen und den bereits vorhandenen Basketballkorb um einen Weiteren zu ergänzen.“ Damit entstünde ein attraktives Sportfeld für die Jugendlichen. Talmon betont: „Es handelt sich hierbei um einen konkreten Vorschlag zur Prüfung, der abgeändert werden kann. Denkbar ist beispielsweise auch ein kleiner Fitnesspark mit Klimmstangen.“ Lediglich ein Punkt des Vorschlages sei wichtig: „Wir brauchen eine Verweilmöglichkeit in Form von überdachten oder zumindest sonnengeschützten Sitzgelegenheiten. Dann bietet das Sportgelände ein komplettes Angebot, um dort Zeit zu verbringen.“, so Talmon weiter.

Drittens sehe der Antrag vor, im Haushaltsplan für das Jahr 2022 insgesamt 25.000 Euro für die Entwicklung des Geländes vorzusehen. „Damit endlich etwas vorangeht.“, so Talmon. Unabhängig davon, ob Fördermöglichkeiten gefunden würden oder der Kreis sich beteiligt, brauche es ein Budget der Stadt, um das Gelände nach und nach zu entwickeln. „Es muss nicht von heute auf morgen gehen, aber, wenn ich höre, dass bei dem ersten Treffen nichts weiter rauskam, als nach Geld zu suchen, ohne einen konkreten Plan oder ein Ziel zu haben, dann ist abzusehen, dass die Sache im Sande verläuft.“

Abschließend erklären Piston-Euler und Talmon, an der Sache weiter dranzubleiben. „Unsere Stadt hat ein Defizit bei den Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche. Die Vereine machen einen guten Job, aber es braucht auch ein Angebot außerhalb des Vereins.“ Als vor einem Jahr die Jugendlichen von dem „Treffpunkt Tischtennisplatten“ auf dem Schulhof vertrieben worden seien, sei dieses Defizit offensichtlich geworden. „Passiert ist seitdem leider nichts. Deswegen stellen wir nun diesen Antrag und hoffen auf die Unterstützung der etablierten Parteien, damit sich etwas tut.“, beenden Piston-Euler und Talmon ihr Plädoyer.

Foto: So könnte das Jugendgelände nach Ansicht der Freien Wächter aussehen: Ein umfassendes Sportangebot mit Verweilmöglichkeit für Jugendliche.
Foto: Die „Arbeitsgruppe Familie“ der Freien Wächter (v.l.n.r.): Albert Nix, Jan Volkmann, Daniela Bauer, Manfred Ries, Anja Piston-Euler, Ulrike Talmon.
Autor: Jan Volkmann / Foto: Yvonne Nix